Karl Lenz

Karl Lenz


Karl Lenz ( 1898-1948), geboren in Frankfurt am Main, besuchte zunächst die Kunstgewerbeschule in Frankfurt und machte Bekanntschaft mit den Frankfurter Malern Wilhelm Altheim und Fritz Boehle.


1916 wechselte er ans Städelsche Kunstinstitut und nahm überdies Unterricht in der Radierklasse von Prof. Bernhard Mannfeld.


1921 wurde er an der Düsseldorfer Kunstakademie aufgenommen und wurde Meisterschüler von Prof. Julius Paul Junghanns.


1923 zog er nach Erdhausen, ein Dorf im Salzbödetal bei Gladenbach in Mittelhessen, aus dem sein Vater stammte, und ließ dort nach seiner Heirat mit der Müllerstochter Berta Weigand ein Haus mit Atelier errichten. Unermüdlich schilderte er in den folgenden Jahren bis zu seinem frühen Tod die Landschaft und das Leben und Brauchtum der Bauern im sogenannten hessischen Hinterland.


Er knüpfte Kontakt zu Carl Bantzer und der Willingshäuser Malerkolonie und besuchte das katholische Dorf Madorf, wo er im Auftrag für ein wissenschaftliches Werk der Volkskunde mehrere künstlerisch sehr reizvolle Gemälde der malerischen Marburger katholischen Frauentracht schuf.


Auch als Graphiker genoß Lenz hohes Ansehen und seine Mappen "Marburger Land" (1927) und "Hinterländer Bilder" (1931) nach Zeichnungen des Künstlers sind noch heute populär.


Literaturempfehlung

Ursula Glöckner-Will: Karl Lenz (1898-1948), Marburg 1999.


Mathilde Hain: Das Lebensbild eines oberhessischen Trachtendorfes – von bäuerlicher Tracht und Gemeinschaft, Jena 1936.